Was sind Schwindelgefühle?
5% haben eine neurologische Ursache, über die Hälfte stammt aus Störungen des Innenohrs. Bei Auftreten sollte man einen Hausarzt, Neurologen oder HNO-Arzt aufsuchen, in extremen Fällen den Notarzt rufen.
Definition des Schwindels
Schwindel ist ein Gefühl der Drehung im Kopf. Patienten berichten entweder von einem Eigendrehgefühl bei stabiler Umgebung (peripherer Schwindel) oder von einer sich drehenden Umgebung (zentraler Schwindel).
Diese Empfindungen entstehen durch Prozesse im Hirnstamm, Kleinhirn und im Gleichgewichtsorgan. Auch die Propriozeptoren in der Skelettmuskulatur spielen eine wichtige Rolle, erklärt Dr. med. Maria Maliszewska, Neurologin.
Mögliche Krankheitsanzeichen
Schwindel kann verschiedene Ursachen haben:
- Schlafmangel
- Kopfverletzungen
- Migräne oder Epilepsie
- Blutzuckerabfall
- Herzrhythmusstörungen
- Blutdruckschwankungen
- Schilddrüsenfehlfunktionen
- Ohrenentzündungen
In schweren Fällen kann Schwindel auf einen Schlaganfall oder Tumor hinweisen, besonders im Bereich des Hinterhaupts oder Kleinhirns. Auch Medikamente können Schwindel verursachen.
Wann zum Arzt?
Bei erstmaligem Auftreten sollte man schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen. Der Hausarzt führt erste Untersuchungen durch und überweist gegebenenfalls zum Neurologen oder HNO-Arzt.
Sofort den Notarzt rufen bei plötzlichem Schwindel mit:
- Kopfschmerzen
- Erbrechen
- Doppeltsehen
Erste Hilfe
Bei leichtem Schwindel:
- Langsam hinsetzen
- Mindestens zwei Gläser Wasser trinken
- Blutdruck, Blutzucker und Körpertemperatur prüfen
- Hausarzt oder Neurologen aufsuchen
Bei gutartigem Lagerungsschwindel kann der Epley-Befreiungsmanöver schnelle Linderung verschaffen.